BROKEN FLOWERS


Bei der traditionellen japanischen Reperaturmethode für Porzellan und Keramik, Kintsugi, wird kaputtes Geschirr mit Gold ausgebessert und wieder zusammengefügt. Durch die glänzenden Fugen wird die Schadstelle sichtbar, der Gegenstand einzigartig und kostbarer als zuvor und scheint am Ende mehr als die Summe der einzelnen Teile. Broken Flowers zeigt das blaue „Zwiebelmuster“, das, aus Asien kommend, seit Jahrhunderten in Europa populär ist. In Wahrheit stellt es keine Zwiebeln dar, sondern Granatäpfel, Pfirsiche und diverse botanisch nicht mehr genau bestimmbare Ranken und Blüten - allesamt Symbole eines fragilen Glücks.

Begleitet wird die Installationsansicht von mehreren zerbrochenen und reparierten Scherbenfragmenten.


 

Öl, Papier auf Leinwand / Keramikfragmente, Goldfarbe
100 x 100 cm
2016

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