HÖRT NIEMALS AUF ZU BLÜHEN.


Die Vorlagen dieser Malereien sind zwei alte Blumenstilleben aus dem 17. Jahrhundert (Willem Grasdorp, Jacob Rootius). Ich habe sie als Jugendliche aus einer Antiquitätenzeitschrift gerissen, die ich von einem alten Tischler aus dem Dorf geschenkt bekommen habe. Interessant ist, dass eines der beiden Bilder sogar in Schwarz weiß abgedruckt wurde, was für Malerei ja irgendwie seltsam erscheint, gleichzeitig Interpretationsspielraum lässt. Etwas daran hat mein Interesse erfasst und ich habe sie jahrelang in einem Ordner gehütet. Fundstücke sozusagen. Ich begann die Bilder zu zerlegen, sie nur in einzelnen Ausschnitten zu zeigen, die scheinbar tanzend, vage das Original zitieren. In einem Buch bin ich über einen Satz gefallen, den ein junger Verehrer seiner um Einiges älteren Angebeteten schenkt: „ Hör niemals auf zu blühen“ (Chirú - Michela Murgia)


HÖRT NIEMALS AUF ZU BLÜHEN. 01 / Oi, paper, canvas / 65 x 80 cm / 2017
HÖRT NIEMALS AUF ZU BLÜHEN. 02 / Oil, paper, canvas / 65 x 80 cm / 2017

HÖRT NIEMALS AUF ZU BLÜHEN
Installation view

OÖ. Kunstverein / Linz / 2017

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