WIR SUCHEN ÜBERALL DAS UNBEDINGTE UND FINDEN IMMER NUR DINGE. (Novalis)

Manchen Dingen, so scheint es, haftet eine gewisse Aura an. In der japanischen Ästhetik kennt man den Begriff „Mono no aware“, übersetzt “Der Pathos der Dinge“ oder auch auch „Das Herzzerreißende der Dinge“. Es bezeichnet jenes Gefühl von Melancholie, das der Vergänglichkeit entspringt und sich doch damit abfindet. Es bedingt eine Sensibilität für ein unbelebtes Objekt oder aber auch ein Lebewesen. In einem Stillleben wird die Zeit angehalten, und tritt dadurch umso bewusster hervor. Pragmatisch und poetisch erzählen die Dinge und Gegenstände in den Bildern ihre Geschichten und rufen eigensinnig zum Widerstand gegen das unaufhaltsame Fortschreiten der Zeit auf. Ein Stillleben richtet die Aufmerksamkeit auf das Besondere, und rückt ebenso das Unscheinbare ins Licht. Oft ist es das fast Übersehene, Banale, dass das Geschick des Darstellenden beansprucht. „Eine gut gemalte Rübe sei mehr wert als eine schlecht gemalte Madonna“, bemerkte einst Max Liebermann. 

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//01 GEMSTONES / Oil, paper on canvas / 25 x 20 x 1cm / 2015*
//02 LA BOUM / Oil, paper on canvas / 70 x 70 x 3 cm / 2017
//03 GOLDEN LINE / Oil, paper on canvas / 24 x 30 x 1 cm / 2017
//04 SCHERBEN / Oil, paper on canvas / 50 x 50 x 2 cm / 2017
//05 MICHUGATO / Oil, paper on canvas / 40 x 40 x 2 cm / 2017
//06 BROKEN PLATE / Oil, paper on canvas / 30 x 30 x 1,5 cm (framed) / 2014


*Art Collection - City of Graz

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